Montag, 1. März 2010 12:00 Alter: 189 Tage

Scientific Entrepreneurship Konferenz - Memorandum und Fotos

 

Auf Fachtagung wurde das "Wuppertaler Memorandum zur zukünftigen Ausrichtung der Innovations- und Gründungsförderung aus Universitäten und Forschungseinrichtungen" vorgestellt.

Das Institut für Gründungs- und Innovationsforschung (IGIF) an der Bergischen Universität Wuppertal, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie und das Center for Scientific Entrepreneurship and Transfer an der Universität zu Köln (CENSET) veranstalteten in der Bergischen Universität Wuppertal am 18.02.2010 eine Fachtagung zum Thema "Scientific Entrepreneurship - Herausforderung und Chancen für eine integrative Innovations- und Gründungsförderung am Beispiel Clean Technologies". Der Einladung zu einem umfassenden Austausch von Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik folgten nicht nur Prof. Dr. Lambert Koch als Rektor der Bergischen Universität und viele Repräsentanten aus der Gründungs- und Innovationsforschung sowie -förderung. Vielmehr waren die Spitzen der an der Fragestellung interessierten Landesministerien hochkarätig vertreten, u. a. auch durch die Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Frau Christa Thoben.

Am Beispiel des Wachstumsfeldes der "Clean Technologies" wurde aufgezeigt, dass Universitäten und Forschungseinrichtungen durch eine zukunftsweisende integrative Innovations- und Gründungsförderung zusätzliche Potenziale der zielorientierten Entwicklung von Technologien auf Megatrend-Märkten schaffen und im gemeinsamen Interesse von Wirtschaft und Wissenschaft erschließen können.

Zwar wird in dem auf der Tagung von den Gastgebern - Prof. Dr. Ulrich Braukmann für das IGIF, Prof. Dr. Manfred Fischedick für das Wuppertal Institut und Dr. Richard Geibel aus dem CENSET - vorgestellten "Wuppertaler Memorandum zur zukünftigen Ausrichtung der Innovations- und Gründungsförderung aus Universitäten und Forschungseinrichtungen" betont, dass die Innovations- und Gründungsförderung aus Universitäten in Deutschland in den letzten zehn Jahren insbesondere mit Hilfe von Wettbewerben und Programmen (wie EXIST) erfolgreich entwickelt wurde. Jedoch wird im Memorandum auch dafür geworben, nicht im status quo zu verharren. Schließlich sollte auch die Innovations- und Gründungsförderung konzeptionell-programmatisch weiterentwickelt werden, wenn sie zum einen noch effizienter als bislang wirken und dabei zum anderen den künftigen Herausforderungen - u.a. im Megatrendbereich der Clean-Technologies - aktiv begegnen will.

Im Wuppertaler Memorandum sollen durch eine langfristige Innovations- und Gründungsförderung die bisher bestehende Gefahr von Strohfeuer vermieden, eine adäquate Gründungskultur geschaffen und die Grundlage für eine dauerhafte Optimierung des Ressourceneinsatzes gelegt werden. Ferner ist eine anspruchsvolle und längerfristig ausgerichtete systemkompatible Innovations- und Gründungsförderung in die rechtlichen, kulturellen und organisatorischen Strukturen der Universitäten und Forschungseinrichtungen so einzuweben, dass sie als "organischer" Teil und nicht als Fremdkörper der Alma Mater wahrgenommen wird. Im Vordergrund einer strategisch-antizipativen Innovations- und Gründungsförderung soll zudem die Erfassung derjenigen Zukunftstechnologien stehen, mit denen frühzeitig, aktiv und nachhaltig Zukunftsmärkte besetzt werden können. Das abschließende Plädoyer für eine integrative Innovations- und Gründungsförderung fokussiert auf die Synergien, die sich aus der Zusammenarbeit der bewährten Gründungsförderung mit einer Innovationsförderungspolitik z.B. im Bereich der Clean-Technologies ergeben.

Mittels der im Wuppertaler Memorandum skizzierten konsequenten Weiterentwicklung kann die Innovations- und Gründungsförderung aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen insbesondere Technologiestandorten helfen, an Innovationsdynamik zuzulegen.

 

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